Noir · Band 1 einer Reihe

Arturo Luceño

Eine Stadt ohne Gnade. Figuren ohne reine Absichten. Der Auftakt einer Noir-Reihe aus Venezuela.

Über den Autor

DER NAME GEHÖRT ZUR REIHE

Über Arturo Luceño

Arturo Luceño ist ein Pseudonym. Dahinter steht ein Krankenpfleger und Rettungssanitäter — ein Beruf, in dem man Menschen an dem Tag begegnet, an dem alles kippt.

Das prägt, wie in diesen Büchern über Gewalt geschrieben wird: ohne Pathos, ohne die Kamera wegzudrehen, und mit einem Gefühl dafür, was ein Körper aushält und was nicht. Wer regelmäßig in Wohnungen steht, in denen gerade etwas zu Ende gegangen ist, romantisiert nichts mehr.

Caracas kennt er nicht vom Schreibtisch aus. Mehrere Aufenthalte, Wege durch die Stadt und bis nach Tovar, Freundschaften, die geblieben sind. Die Stadt trägt in „Das Echo von Caracas“ genauso viel Gewicht wie jede Figur, die durch sie geht — eine Stadt zwischen Hochglanz und Verfall, in der jeder seinen Preis kennt.

Die Recherche zum Roman führte in ein Thema, das im Krimi selten verhandelt wird: Biopiraterie, der stille Handel mit genetischen Ressourcen. Kein erfundenes Verbrechen. Ein reales, das nur niemand so nennt.

Warum trotzdem ein Pseudonym? Weil der Name auf dem Buch zur Reihe gehört, nicht zur Person. Arturo Luceño steht für eine bestimmte Sorte Geschichten: keine Helden, nur Menschen mit unterschiedlich guten Gründen.

Erscheint am 12. Januar 2027

Das Echo von Caracas

Am Nordhang des Ávila schneidet ein Mann eine Probe aus einem Baum, den es nur einmal gibt. Im Hafen von La Guaira wartet ein Frachter. Die Papiere sind in Ordnung, das Siegel leuchtet grün. Niemand muss hier etwas verstecken.

Vero sieht es trotzdem. Sie war Polizeikadettin, bis eine Nacht in Las Mercedes das beendete; heute verteilt sie Flyer in einem Affenkostüm auf der Plaza Venezuela, und was sie zum Leben braucht, überweist ein Mann in Deutschland, der ihr schreibt, wie viel Wasser sie trinken soll.

Um zu beweisen, was sie gesehen hat, braucht sie Geld, das ihr nicht gehört, und Leute, die ihr nichts schulden. Sie hat fünf Tage.

In Caracas ist das Verbrechen selten das, was jemand verbergen muss. Es ist das, was man sich abstempeln lässt.

Enthält explizite Gewalt und eine Szene sexueller Machtausübung. Ab 16.

Band 2 ist bereits in Vorbereitung.